Du brauchst kein neues und teures Notizbuch! Wie du endlich dein perfektes Buch findest und benutzt.

Du kennst das: Ein neues Notizbuch. Schön, verheißungsvoll, makellos.
Du schreibst drei, vier Seiten… und dann, Nichts mehr.
Die Motivation ist weg, das Buch liegt da wie ein unbenutztes Kunstwerk. Willkommen im Club! 

Aber hey – es ist nicht dein Fehler. Wirklich nicht. Manchmal hat das Notizbuch einfach ein Eigenleben.

Sammeln statt neu kaufen

Bevor du gleich das nächste teure „Super-Journal“ bestellst, mach das:

Sammle alle angefangenen Notizbücher.

Ja, wirklich alle.
Die, die staubig in der Ecke liegen, die, die im Schrank gähnend auf dich warten, sogar die, die du heimlich verbannt hast. 

Leg sie nebeneinander.
Schau sie dir an. Atme tief durch.
Du wirst überrascht sein, was du alles vergessen hattest.

Ansehen – ohne Drama

Blättere durch. Lies, was du geschrieben hast.
Lach über die krummen Linien, die wackeligen Überschriften, die ein oder andere peinliche Idee.

Frage dich:

  • Was hat mir gefallen?
  • Wo war das Schreiben schwer?
  • Wann war ich richtig dabei – und wann nur Zuschauer?

Tipp: Kein Buch ist „gescheitert“. Jedes ist ein kleiner Spiegel deines Lebens.

Analyse – der ernste Teil, aber locker bleiben

Jetzt kannst du langsam ins praktische Checken gehen. Frag dich:

Format: Handlich, sperrig, passt in die Tasche oder musst du es tragen wie einen Backstein?
Bindung: Spiral, Faden, Hardcover, bleibt’s aufgeschlagen, ohne dass du Muskeltraining machst?
Papier: Dotted, blanko, liniert, glatt, rau, weiß, beige– inspiriert oder lähmt es dich?
Nutzung: Schreiben, kleben, kritzeln, Tagebuch führen oder eher „Wollte ich mal machen“? Was ist der Zweck des Buches gewesen?
Optik: zu hübsch, gehemmt, „zu heilig zum Beschriften“, egal?
Abbruchpunkt: Nach wie vielen Seiten war Schluss und warum?

Du siehst schon es geht nicht um Fehler. Es geht um Daten sammeln für dein eigenes Notizbuch-Profil.

Muster erkennen

Vielleicht merkst du:

  • A5 ist die passende Größe.
  • Dotted-Papier ist dein kreatives Playground.
  • Ein Buch, das von selbst aufschlägt, ist Gold wert.
  • Zu schön = zu heilig = zu großartig, um reinzukritzeln. Lieber ein no-name Heft?

Schreib dir ein kleines Profil:

„Mein perfektes Notizbuch darf flach liegen, darf Ecken haben und muss nicht hübsch sein. Hauptsache, ich schreibe darin.“

Was mache ich mit den bereits angefangenen Notizbüchern?!


Einfach stehen lassen und weiter benutzen

Du darfst ein Notizbuch einfach wieder aufschlagen und weiterschreiben,
auch wenn dazwischen Wochen, Monate oder ein halbes Leben liegen.

Kein neues Buch nötig.
Einfach Datum hinschreiben und so tun, als wäre nichts gewesen.

Widerstehe dem inneren Drang, „alles unbrauchbar zu machen“.
Alte Seiten sind keine Fehler, sie sind Zeitdokumente.

Nicht rausreißen, nicht durchstreichen

Durchstreichen erzeugt oft mehr Drama als nötig
und rausreißen fühlt sich meistens schlimmer an als das Geschriebene selbst.

Drüberkleben ist erlaubt (ist manchmal sogar genial)

Wenn dich Seiten wirklich stören:
Drüberkleben statt rausreißen.

  • Washitape
  • Papier
  • alte Buchseiten
  • Haftnotizen
  • Collagen

Bonus:
Du nimmst dem Notizbuch den Perfektionsanspruch.
Und plötzlich traut man sich wieder zu schreiben.

Und wenn es vielleicht gar nicht nur ums Notizbuch geht?

Manchmal zeigt sich zwischen den Seiten etwas Größeres:
Perfektionismus. Aufschieben. Der Wunsch, „es richtig“ zu machen und deshalb gar nicht anzufangen.

Wenn du merkst, dass dich dieses Muster nicht nur beim Schreiben begleitet, sondern auch im Alltag, dann lohnt es sich, genauer hinzusehen.

Im Erstgespräch schauen wir gemeinsam auf deine Muster – ohne Druck, ohne Bewertung.
Sondern mit Klarheit.

Vereinbare hier dein unverbindliches Erstgespräch.

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